Wenn Vermögende reisen…
In den 1930er Jahre war William Woods Plankinton jr. als sehr vermögender Geschäftsmann in den USA bekannt und genoss darüber hinaus den Ruf eines Playboys. Wie groß sein Vermögen war, zeigte die Tatsache, dass er im Alter von 21 Jahren das von seinem Vater geerbte Vermächtnis in Höhe von 10,000,000 US-$ in Form eines Fonds verwaltete und daraus auch seinen Lebensunterhalt bestritt.
In der ersten Hälfte der 1930er Jahre keimte in dem jungen Mann der Wunsch nach einem millionärsgerechten, luxuriösen Wohnmobil auf. Er wandte sich für sein Wunschmodell kurzerhand an den Industriedesigner Brooke Stevens. Dieser zeichnete eine rundliche Zugmaschine an die ein einachsiger Auflieger angehängt wurde, in dem sich der fahrbare Wohnraum befand. Das Augenmerk des Designers lag auf dem Interieur des Wohnwagens, das in erster Linie sowohl Aufenthalts-, Wasch- und Schlafraum vereinte, aber auch für ein Büroabteil fand sich ausreichend Platz.
Der Millionär liebte sein rollendes Motorhome, denn er nutzte es sehr intensiv über den Zeitraum von fast 20 Jahren. Er war sich dabei bewusst, dass er bei jedem Stopp die Aufmerksamkeit aller auf sich zog. Es wurde ihm nachgesagt, dass sich sehr gut betuchte Gleichgesinnte von dem Sattelzug inspirieren ließen und diese sich daraufhin ein eigenes Motorhome zulegten, allerdings erlangte keines die Berühmtheit wie seine „Zephyr Land Yacht“ - woher jedoch dieser Name kam, ist im Laufe der Geschichte verlorengegangen.