EDITION No. 52 - RELEASED 2026
MASTERPIECE COLLECTION
LIMITED 300 PIECES
Zweifellos das größte motorsportliche Ereignis in der
Tschechoslowakei der 1930er Jahre war die nur drei Mal ausgetragene
Fahrt „1000 mil československých“ – 1000 Meilen der Tschechoslowakei -,
die in den Jahren von 1933 bis 1935 stattfand.
Im JAWA-Werk, das sich erst seit 1929 dem Motorradbau widmete,
beabsichtigte man auch den Einstieg in die Automobilfertigung und wurde
sich mit der Auto Union in Chemnitz einig, den DKW F 2 in Lizenz zu
fertigen - in überarbeitete Version stand der Wagen als JAWA 700 ab 1934
bei den Händlern.
Um zu beweisen, wie gut das neue Modell war nahm JAWA bei den beiden
Veranstaltungen 1934 und 1935 in der 750er Wertung teil. Neben dem Tuning
des Motors auf 750 cm³ mit einer Leistung von 27 PS war es der
JAWA-Rennfahrer Antonín Vitvar, der einen Wagen nach eigenem Entwurf mit
einem verlängerten Heckpartie versah, auf dem er eine Flosse zur Stabilisierung
des Autos platzierte. Interessant war seine Bauweise, denn – wohl zur weiteren
Gewichtsreduzierung – verwendete er statt Blech eine sehr straff gespannte
Plane, verputzte diese und lackierte das aerodynamisch geformte Heckteil.
Offenbar war Vitvars Konstruktion sehr effektiv, denn er erreichte mit seinem
Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h und auch in den Kurven
konnte er durch die hohe Stabilität ein höheres Tempo als seine Konkurrenten
fahren - letztlich setzte jedoch ein Motorschaden seinen Ambitionen vor dem
Zieleinlauf ein Ende.
Lange Zeit galt der Wagen als verschollen, wurde wieder entdeckt,
aufwändig restauriert und ist bei Nostalgie-Rennen auch auf der Straße zu
sehen. Allerdings wurde das Heckteil nun aus Aluminium nachgeformt.